Kleine Schaukel

Unser Konzept

Eingewöhnung

In der Zeit, in der die Kinder unsere Einrichtung besuchen, durchleben sie verschiedene Übergänge – angefangen mit der Eingewöhnung in die Krippe, folgt der Wechsel in den Kindergarten und später in die Schule. Mit jedem Übergang beginnt für die Kinder und ihre Eltern ein neuer Lebensabschnitt.
Wir legen großen Wert darauf, diese Übergänge gemeinsam mit der Familie zu gestalten. Achtsam und sensibel begleiten wir den Ablösungs- und Neufindungsprozess, geben Orientierung und stehen im beständigen Austausch mit den Eltern, denn „Auch sie haben ihren Übergang zu bewältigen…“ (Griebel/Niesel, 2004, S. 61).

Eingewöhnung in die Krippe

Die Eingewöhnung in die Krippe ist für Eltern und Kind ein bedeutsamer Schritt, denn der gewohnte familiäre Lebensraum wird, häufig zum ersten Mal, um die institutionelle Betreuung erweitert. Mit den pädagogischen Fachkräften treten zusätzliche Bezugspersonen in das Leben der Familie.
Unser Anliegen ist es, gemeinsam mit Eltern und Kind einen behutsamen Übergang zu gestalten. Durch die hohe Intensität der Eingewöhnungsphase baut sich ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen der Familie und den Pädagogen auf. Dieses bildet eine gefestigte Basis für eine intensive Zusammenarbeit, die sich ausschließlich am Wohl des Kindes orientiert.
Wir gestalten die Eingewöhnung in Anlehnung an das sogenannte „Berliner Eingewöhnungsmodell“ (Infans). Die Besonderheit dieses Modells besteht in einem sanften Ablösungsprozess und beinhaltet mehrere aufeinanderfolgende Phasen. Eine zentrale Rolle im Eingewöhnungsprozess nimmt die elterliche Beteiligung ein.

Eingewöhnungsphasen

  • 1. Erste Kontaktaufnahme
    Das erste Kennenlernen von Familie und Pädagogen findet nach Möglichkeit im vertrauten, häuslichen Umfeld des Kindes statt. Die Eltern berichten von ihrem Kind, die Pädagogen vom Alltag in der Einrichtung und dem Ablauf der Eingewöhnung.
  • 2. Teilnahme am Gruppenalltag
    In den ersten Tagen der Eingewöhnung nimmt das Kind gemeinsam mit dem Elternteil, der die Eingewöhnung begleitet, am Gruppengeschehen teil. Für das Kind bedeutet die Anwesenheit der Bezugsperson Sicherheit. Durch diese sichere Basis gestärkt, lernt es in einem geschützten Rahmen die Pädagogen, die Kinder sowie Abläufe und Räumlichkeiten kennen.
  • 3. Erste Trennungen
    Die Bezugsperson verabschiedet sich von ihrem Kind und verlässt den Raum, bleibt jedoch in der Nähe, um erreichbar zu sein. Die Reaktion des Kindes auf diese ersten Ablösungen geben Hinweis auf den weiteren Verlauf der Eingewöhnung.
  • 4. Stabilisierung
    Die Trennungsphasen werden ausgedehnt und das Kind wird zunehmend Teil der Gruppe. Der Ablauf und die Dauer dieser Phase orientieren sich am Verhalten des Kindes und stellen sich individuell unterschiedlich dar.
  • 5. Abschluss der Eingewöhnung
    Wenn das Kind die pädagogischen Fachkräfte als sichere Basis annimmt, ist die Eingewöhnung beendet. Die Bezugsperson befindet sich nun nicht mehr in der Einrichtung, ist jedoch jederzeit erreichbar (vgl. Laewen, Andres, Hédervári, 2003, S.49-54).

Tipp:

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